Warum wir mit unseren Kids (spätestens jetzt) über David Bowie sprechen sollten

Seit gestern morgen wissen wir, dass David Bowie tot ist. Der Tod dieser Musik-Ikone scheint eine Menge an Menschen weltweit wirklich berührt zu haben. Die Medien sind voll von alten Bildern, letzten Album-Besprechungen und Youtube-Links zu grandiosen Auftritten (allen voran das Duett “Under Pressure” mit Annie Lennox zum 1992er-Freddie-Mercury-Tribute-Gig). Meine Facebook-Timeline kennt seit gestern früh kein anderes Thema mehr – allerorten haben meine Freunde etwas Persönliches, Berührendes zu sagen.

Mein eigenes Bowie-Erlebnis ereignete sich 2002, im Rahmen seines Köln-Gigs. Ich war damals News-Redakteurin bei VIVA und es sah danach aus, als sollte ich ihn interviewen. Ein ehrgeiziger Kollege war schneller (wie übrigens auch bei Lemmy von Motörhead), aber egal: So durfte ich das Konzert ohne Backstage-Stress genießen. Drei komplette Alben spielte der Thin White Duke, und es war ein überwältigender, unvergesslicher Abend.

Mein Mann, der als Bühnentechniker auch für Bowie tätig war, und ich schauten uns gestern alte Konzert-Ausschnitte und Videos an. Und zeigten unserer Tochter die bunte Welt des Künstlers. Denn es ist möglich: Schon Kindern Musik-Ikonen nahe zu bringen. Und seinem wilden Leben zum Trotz: Gerade im Fall von David Bowie gibt es so vieles, was Kindern spannend veranschaulicht werden kann. David Bowie hatte sicher viele Kostüme im Schrank, an denen Kinder ihre helle Freude gehabt hätten. Da sind abgedrehte Outfits, seine grellen Schminke, die wunderbar markante Stimme, aufregend verschiedenfarbige Augen, Geschichten von Raumfahrern und fernen Welten.

 

credit: rollingstone.com
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bowie21
Die Reise ins Labyrinth

Also: Zeigt Euren Kindern Fotos, erzählt von Eurer Jugend (Kinder fragen ja regelmäßig: “Kannst du eine Geschichte von früher erzählen?”), von Euren modischen Eskapaden und tanzt mit Euren Kids zu Bowie. Oder schaut Euch gemeinsam das digitale Bilderbuch zu “Space Oddity” an. Es gibt die (allerdings ja am Ende eher traurige) Geschichte des Songs auch als Video:

 

 

Auch das ist “musikalische Früherziehung”. Und sie funktioniert: Eure Kids werden Euch gespannt an den Lippen hängen. Und David Bowies Werk wird für immer weiter leben.

2 thoughts on “Warum wir mit unseren Kids (spätestens jetzt) über David Bowie sprechen sollten

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