“Yoga-Glück” von Anna Trökes/Bettina Knothe

Warum wir alle gerade ganz dringend “Yoga-Glück” brauchen.

In diesen Tagen benötigen selbst Optimisten ein dickes Fell: Wohl jeder in meinem Umfeld schaut mit Sorge über den Großen Teich. Hin zu einem der größten Länder der Welt, die nun von einem Egomanen geführt werden, dessen politische Unkenntnis nicht das einzige ist, was einem Angst machen kann.

Es fällt also gerade schwer, yogisch im Gleichgewicht zu bleiben und auf das Gute, auf Glück zu hoffen. Wie wertvoll ist hier das mutmachende Buch von Anna Trökes und Bettina Knothe. “Yoga-Glück” heißt es – und dieses Buch ist selbst ein echter Glücksfall. Die wohl bekannteste deutsche Yogaautorin und die Diplom-Biologin haben zusammen ein fundiertes, thematisch breit aufgestelltes Werk geschrieben, welches aktuelle Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie und der Neurobiologie mit dem uralten Wissen von Patanjali (in seinen Yoga-Sutren wird zum allerersten Mal Yoga gekennzeichnet) und einem modernen Verständnis von Yoga verbindet.

Getreu dem Motto “Wir sind, was wir denken” befasst sich der erste Teil von “Yoga-Glück” mit Denkmustern und ihren biologischen Abläufen im Gehirn. So erfahren wir zum Beispiel, dass Glück für jeden möglich ist: 40 Prozent des Glücksniveaus sind selbst bestimmbar. Das ist doch eine gute Nachricht, die den Menschen, die sich ewig abgehangen und vergessen fühlen, den (negativen) Nährboden entzieht!

Wenn Glück machbar ist, wie integrieren wir es dann stärker in unseren Alltag? Hier kommt Yoga ins Spiel: Denn mit den achtsamen Übungen aus dem Yoga werden wir nicht nur gelassener und positiver eingestellt, sondern wir entwickeln mit der Zeit auch ein besseres, bewussteres Körper-Gefühl. Freundlich und klar bebilderte Haltungen zeigen, wie es geht und erklären dank des “Happiness-Faktors”, warum genau diese Übung ein Strahlen in uns auslösen wird. Insgesamt zehn Übungsreihen sind in “Yoga-Glück” zu finden. Zusätzlich liegen dem Buch zwei CDs bei, auf denen vier halbstündige Übungsprogramme und ein 15minütiges Kurzprogramm angeleitet werden.

Man merkt dem Buch an, dass beide Autorinnen über große Expertise verfügen. Besonders Anna Trökes hat eine lange Liste an hilfreichen Yoga-Werken verfasst, von Kartensets über den “Kleinen Alltags-Yogi”.

Übrigens macht erst das ausgewogene Verhältnis von negativen und positiven Gefühlen uns so richtig happy: Demnach müssen auf ein negatives Gefühl drei positive kommen, damit sich unsere Stimmung aufhellt. Wenn wir also versuchen, unserem Umfeld und den täglich auf uns einbrechenden Nachrichten gegenüber positiver zu bleiben, haben wir es leichter auf dem Weg zum Glück. Also immer positiv und stark denken, auch an diesen trüben (politischen) Novembertagen.

 

“Yoga-Glück” von Anna Trökes und Bettina Knothe ist im GU-Verlag erschienen. Der Verlag hat mir den Ratgeber für diese Rezension freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

 

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